Utopia
Und eines Tages erwachte ich tatsächlich in meinem Utopia.
Anstelle der ewig tristen, weißen Zimmerdecke erblickte ich nach dem öffnen meiner Augen das satte grün gesunder Blätter die an den Ästen eines Kraftvollen Baumes wuchsen.
Verwundert und Verwirrt blickte ich mich.
Ich war auf einer kleinen Waldlichtung, um mich her unzählige Bäume, schöner als ich sie mir jemals hätte vorstellen können.
Und da war dieser Wasserlauf, gefüllt mit dem reinsten und unberühtesten Wasser das ich jemals gesehen habe.
Ich blickte hinauf, dorthin, von wo die Sonne mir die wärmsten und unverfälschtesten strahlen entgegen schickte die ich jemals gespürt hatte.
Dort sah ich einen Blauen, einen reinen Himmel. Die Wolken waren Weiß und schienen fröhlich fangen am Himmel zu spielen.
In ihrem eigenen, gemütlichen Tempo.
Warum sollten sie sich auch hetzen? In dieser Welt gab es nichts was ein Herz betrüben könnte, alles war wunderschön, es gab keinen Grund zu Angst und Furcht.
Ich erhob mich aus dem satten Gras um mehr von dieser unglaublichen Welt zu sehen.
Ich fühlte mich sündig eine solche Welt zu verschmutzen.
Jeder Schritt mit dem ich das Gras nieder trampelte kam mir wie eine Sünde vor.
Der Wind, der sanft durch mein Haar blies, trug ein Lied von unbeschreiblicher Schönheit zu meinem Ohr.
Wer konnte es sein, wer konnte in einer Perfekten Welt ein so wunderschönes Lied singen?
Meine schritte beschleunigten sich, ich achtete nicht mehr darauf so wenig schaden wie möglich anzurichten, ich stürmte einfach in die Richtung des Liedes.
Ich wollte wissen wer hier war!
Ein schrilles piepen zerriss die Perfekte Welt.
Ich schlug die Augen auf, starrte die triste, weiße Decke an.
Das Piepen missachten dachte ich weiter darüber nach wer dort gesungen haben könnte.
Den ganzen Tag beschäftigte mich diese Frage, den ganzen Tag stellte ich mit das Perfekte Gesicht einer Wunderschönen Frau vor.
Und so wurde es Abend.
Wieder legte ich mich in mein Bett.
Als ich die Augen schloss war mein Sehnlichster Wunsch weiter zu träumen, herauszufinden wer dort sang.
Ich wollte sie sehen, von tiefsten Herzen!
Und dann, kurz bevor ich einschlief, kam mir die Erkenntnis.
Niemals sollte jemand wie ich in das Angesicht dieser Frau schauen.
Niemals sollte jemand wie ich das Angesicht einer solchen Welt erblicken.
Denn alles was ich dieser Welt bringen könnte wäre Zerstörung. Ich habe aus Neugier und Wisssucht alles um mich herum egal werden lassen und nicht darauf geachtet was ich Zerstöre.
Ich war blind und egozentrisch.
Ich wünschte mir, es gäbe eine Welt wie jene, die sich mir im Traum zeigte.
Eine Welt ohne Zerstörung, ohne Leid, ohne Angst, ohne Neid.
Und vor allem ohne mich.
sniphoreon am 14. März 11
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Dein Traum gab dieser Welt eine Existenz in deinen Gedanken. Abgesehen von ihrer gedachten Existenz ist es aber auch möglich diese Welt in einem parallelen Universum anzutreffen, dort wo sie ohne dich existiert. Du bist nicht egozentrischer als jeder andere Mensch im tiefsten Innersten, denn jeder ist von Natur aus darauf aus seine Bedürfnisse zum Wohle seiner Selbst über die der anderen zu stellen. Wenige können ihren Schutz ablegen und sich für die anderen einsetzen, etwa für Tiere durch Befreiungsaktionen, Boykott oder Änderung der Essgewohnheiten. Kein Mensch ist perfekt, die von Menschen unberührte Natur ist es.