Gedankenfetzen II
Das Leben ist ein endloser Fall in eine tiefe Schlucht.

Wir fallen
und fallen
und fallen
und fallen

Mit aller Macht klammern wir uns an irgendwelche Wurzeln Fest die aus der Massiven Felswand ragen.

Doch solch ein Halt kann nicht von Dauer sein.
Irgendwann reißt die Wurzel.

Manch einer schafft es jedoch tatsächlich einen Sicheren halt zu finden!
Nicht länger Bergab zu stürzen!
Und so jemand streckt manchmal die Hand für jemanden aus der sich im Fall befindet.

Und sind wir sicher (gleich ob aus eigener Kraft oder durch Hilfe) so beginnen wir uns umzusehen.
Und wir sehen Menschen die an uns vorbei fallen.
Und wir sehen Menschen die weiter oben ihren sicheren Halt gefunden haben.

Und wir beginnen zu trauern.
Wir haben Mitleid mit den Fallenden.
Auch wollen wir hinauf zu den anderen - zu denen die einen besseren Ort im Leben haben.

Egal ob wir von jemand fallenden wieder in den Stürz gerissen werden, wir bei dem Versuch einen besseren Halt zu finden abrutschen oder von jemanden von unserem Halt gestoßen werden: Am ende fallen wir wieder.

Dieses Spiel wiederholt sich oft.
Und es gibt nur 2 enden.

Entweder schaffen wir es einen halt zu finden der niemals unter unseren Füßen weg bricht

Oder wir fallen für immer einsam in die unendlich tiefe Schlucht des Lebens.



Bis unser Leib nach dem schier endlosen fallen am Boden zerplatzt.