Mittwoch, 1. Juni 2011
Fehler
Es gibt so viele Dinge die man falsch machen kann und noch mehr die man falsch gemacht hat. In seinem Leben macht man so unendlich viele Fehler, welche man alle bereuen muss.

Aus Fehlern lernt man und wächst zu neuer Stärke. Das stimmt.
Doch fallen Fehler, egal wie alt sie auch sein mögen, sehr oft auf einem zurück und beeinträchtigen den Lebensweg auch dann noch, wenn man denkt sie sind längst vertagt.

Jeder von uns war wenigstens einmal im leben sehr, sehr dumm und wissen es sofort.
Andere, wie ich, sind viel zu oft dumm und bemerken es erst, wenn es zu spät ist die Konsequenzen gering zu halten. Wir treten in jedes Fettnäpfchen, sagen sowieso immer das falsche und werden von jeden deswegen schief angeblickt.
Doch auch diese Menschen lernen und verbessern mit der Zeit ihre Fähigkeit sich nicht zum narren zu machen.

Nur leider sieht der Mensch, den man schon eine längere Zeit kennt, nicht den vor sich, der man jetzt ist, sondern erhält sich sorgsam das veraltete Bild in seinem Kopf.
Das Bild in dem man irgendeinen Fehler gemacht hat.

Der Mensch ändert sich.
Doch scheinbar bemerkt das manch anderer nicht. Oder wollen es nicht bemerken?

Wie kann man die Vergangenheit begraben und endlich als der Leben der man jetzt ist?

Ich will Brennen!
Wie ein Phönix.
Ich will das mein altes Ich zu Grunde geht und das neue, gestärkte ich aus der Asche der Vergangenheit aufsteigt.



Fehler.
Es gibt so viele von ihnen, manche klein, andere groß.
Sie bestimmen unseren Charakter, unser auftreten und unser Erscheinungsbild.
Sie helfen uns zu neuer Stärke, lehren uns Weisheit und geben uns sehr wichtige Erfahrungen.

Fehler.
Sie haften uns für die Fülle unseres Lebens an.
Wir sind dazu verdammt, durch sie beurteilt zu werden.
Es gibt so viele von ihnen und jede zerstört einen Teil des vorhanden Charakters.


Ich will nicht der sein, der sich aus seinen Fehlern zusammensetzt!

Ich will der sein, der ich bin!



Dienstag, 22. März 2011
Ich
Wie definiert man ICH?

Es gibt unzählige verschiedene Formen meiner selbst, so viele wie Menschen auf dieser Welt.
Jeder Mensch nimmt mich anders Wahr, jeder Mensch versteht meine Worte anders, für jeden Mensch sehe ICH anders aus. Im Herzen jedes Menschen den ich jemals getroffen habe gibt es ein anderes ICH.


Und dann gibt es da noch das ICH welches ich für mich selbst bin.
Es ist die Summe aus all den anderen ICH multipliziert mit meinen Wünschen und Sehnsüchten, dividiert durch meine Erziehung.



Montag, 21. März 2011
Monotonie
Ein lautes Gitarrenriff von Opeth reißt mich aus dem Schalf. Angenervt und übermüdet warte ich bis der Lärm endet und sich die Schlummer Funktion meines Handys einschaltet.
Entweder stehe ich beim zweiten klingen auf, gehe in die Küche, schalte die Kaffeemaschiene an und begebe mich ins Bad. Nachdem ich dort fertig bin trinke ich meinen Kaffee während ich alle Dinge für den folgenden Schultag in den Ranzen packe, begebe mich dann ins Auto und fahre los.
Oder ich lasse es solange klingen bis ich aufgrund Zeitmangels aus meinem Bett springe, irgendwie versuche die notdürftig übergeworfene Kleidung zu ordne, meinen Ranzen greife (so wie er ist) und so schnell wie möglich losfahre.
Nun beginnt die Schule.
Woche für Woche die selben Stunden, Tag für Tag die selben Leute und jedes mal in der ersten Pause überprüfe ich mein Portmonee drauf ob es genug Geld für einen Kaffee enthält.
Ich freue mich über Dinge, lache und bin Glücklich - bin aber ebenso oft, wenn nicht sogar öfter, angenervt, unmotiviert und habe Probleme mit den Menschen um mich herum (bzw. eher sie mit mir).
Um 16:00 Uhr endet die Schule, ich fahre einige Mitschüler nach Hause, bleibe vielleicht mal kurz bei einem Freund.
Irgendwann bin ich jedenfalls wieder daheim.
Hier werfe ich oft erneut die Kaffeemaschine an und setze mich vor meinen Computer, mache Musik an und drehe die Boxen auf. Nachdem ich überprüft habe das sich nirgends etwas interessantes ereignet hat mache ich mir mein Essen. Danach versinke ich wieder vor meinen Computer und mache diverse Dinge (z.b. in diesem Blog schreiben) oder gehe vorher noch einmal spazieren.
Irgendwann, meist spät Nachts, verliert das Koffein seine Wirkung und ich falle ins Bett.
Am nächsten morgen weckt mich erneut jenes Gitarrenriff von Opeth und alles beginnt von vorn.

Mein Leben scheint sich in einer Schleife zu drehen. Es gibt keine Höhe- oder Tiefpunkte, nichts besonderes, alles läuft immer nach dem selben Muster ab.
Verglichen mit einem Gemälde würde ich sagen das mein Leben einen Schönen Rahmen hat. Allerdings ist Leinwand leer.
Ich wechsle oft meinen Klingelton, meinen Desktop Hintergrund, meine Kaffeemarke. Doch das sind nur oberflächliche Änderungen, das Grundprinzip bleibt gleich.
Mein Leben ist langweilig.

Wenn ich mich irgendwo auf eine Wiese setze (die mir langweilig erscheint, da ich dort schon zu oft gesessen habe) und Nachdenke, dann gibt es einen Moment in dem ich die Schleife durchbreche.
Ich denke immer über verschiedene Dinge nach, zerbreche mir immer wieder den Kopf über andere Dilemmata und Träume von anderen Dingen.
Die Wolken da oben sind immer andere als letztes mal und die Vögel am Himmel scheinen auch nie die gleichen zu sein.

Doch diese Abwechslung ist nur von kurzer Dauer und bald schon zieht mich Väterchen Alltag wieder unter seinen Mantel.

Zusammenfassend würde ich sagen, das meinem Leben eine Farbton fehlt, etwas das all der langweiligen Monotonie einen Sinn gibt und sie in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Viellicht gibt es diese Farbe ja bereits.
Jedenfalls sehe ich sie nicht.



Montag, 14. März 2011
Utopia
Und eines Tages erwachte ich tatsächlich in meinem Utopia.
Anstelle der ewig tristen, weißen Zimmerdecke erblickte ich nach dem öffnen meiner Augen das satte grün gesunder Blätter die an den Ästen eines Kraftvollen Baumes wuchsen.
Verwundert und Verwirrt blickte ich mich.
Ich war auf einer kleinen Waldlichtung, um mich her unzählige Bäume, schöner als ich sie mir jemals hätte vorstellen können.
Und da war dieser Wasserlauf, gefüllt mit dem reinsten und unberühtesten Wasser das ich jemals gesehen habe.
Ich blickte hinauf, dorthin, von wo die Sonne mir die wärmsten und unverfälschtesten strahlen entgegen schickte die ich jemals gespürt hatte.
Dort sah ich einen Blauen, einen reinen Himmel. Die Wolken waren Weiß und schienen fröhlich fangen am Himmel zu spielen.
In ihrem eigenen, gemütlichen Tempo.
Warum sollten sie sich auch hetzen? In dieser Welt gab es nichts was ein Herz betrüben könnte, alles war wunderschön, es gab keinen Grund zu Angst und Furcht.
Ich erhob mich aus dem satten Gras um mehr von dieser unglaublichen Welt zu sehen.
Ich fühlte mich sündig eine solche Welt zu verschmutzen.
Jeder Schritt mit dem ich das Gras nieder trampelte kam mir wie eine Sünde vor.
Der Wind, der sanft durch mein Haar blies, trug ein Lied von unbeschreiblicher Schönheit zu meinem Ohr.
Wer konnte es sein, wer konnte in einer Perfekten Welt ein so wunderschönes Lied singen?
Meine schritte beschleunigten sich, ich achtete nicht mehr darauf so wenig schaden wie möglich anzurichten, ich stürmte einfach in die Richtung des Liedes.
Ich wollte wissen wer hier war!

Ein schrilles piepen zerriss die Perfekte Welt.
Ich schlug die Augen auf, starrte die triste, weiße Decke an.
Das Piepen missachten dachte ich weiter darüber nach wer dort gesungen haben könnte.
Den ganzen Tag beschäftigte mich diese Frage, den ganzen Tag stellte ich mit das Perfekte Gesicht einer Wunderschönen Frau vor.

Und so wurde es Abend.
Wieder legte ich mich in mein Bett.
Als ich die Augen schloss war mein Sehnlichster Wunsch weiter zu träumen, herauszufinden wer dort sang.
Ich wollte sie sehen, von tiefsten Herzen!

Und dann, kurz bevor ich einschlief, kam mir die Erkenntnis.
Niemals sollte jemand wie ich in das Angesicht dieser Frau schauen.
Niemals sollte jemand wie ich das Angesicht einer solchen Welt erblicken.
Denn alles was ich dieser Welt bringen könnte wäre Zerstörung. Ich habe aus Neugier und Wisssucht alles um mich herum egal werden lassen und nicht darauf geachtet was ich Zerstöre.
Ich war blind und egozentrisch.


Ich wünschte mir, es gäbe eine Welt wie jene, die sich mir im Traum zeigte.
Eine Welt ohne Zerstörung, ohne Leid, ohne Angst, ohne Neid.
Und vor allem ohne mich.



Freunde
Was sind Freunde?
Ab welchem Zeitpunkt darf man einen Menschen einen Freund nennen?

Ich frage mich das oft.
Die Menschen mit denen ich meine Zeit in und außerhalb der Schule totschlage, mit denen ich Feier und mit denen ich immer wieder irgendwelche verrückte Sachen machen....sind das meine Freunde?
Die Menschen mit die sich mit mir nur oberflächlich befassen und mit denen ich mich nur oberflächlich befasse?

Ich fürchte keine Freunde zu haben.

Ein Freund sollte doch jemand sein der einen kennt, der weiß warum man in einer bestimmten weise handelt, der einem hilft wenn er sieht das man am Boden liegt und mit dem man Tag für Tag durch Dick und Dünn geht.
Das sollte doch ein Freund sein?

Und wenn die eigenen "Freunde" Witze über einen machen, sind sie denn dann ernst gemeint?
Wenn sie über dich lachen, meinen sie es dann Böse?
Wenn sie deine Philosophien, deinen Lebensstil und alles was du sagst in frage stellen, wollen sie einen damit vor dem falschen weg bewahren?

Ich habe Angst das mich jene Menschen, mit denen ich Tag ein Tag aus die Zeit verbringe, verachten.
Verachten für das was ich mache, dafür wie ich bin, für meine Fehler, für mein Auftreten, für meine Gedanken, für meinen Lebensstil.
Ich habe Angst das ich nur mit ihnen zusammen bin weil ich mich ihnen unterbewusst aufdränge, weil ich nicht alleine sein kann.
Und sie einfach zu feige sind mir ihre Verachtung ins Gesicht zu schreien.

Ich habe Angst ganz alleine zu sein.

Der einzige weg herauszufinden was sie von mit halten wäre wohl sie zu fragen.
Doch könnten sie mir überhaupt antworten?
Wollten sie mir antworten?


Würden sie mir überhaupt zuhören?





Doch ich werde sie nicht fragen.
Zu groß ist die Angst das zu verlieren was mir noch geblieben ist.




Einem Freund sollte man doch alles sagen können?


Ich habe Angst davor mich ihnen anzuvertrauen.
Ich habe Angst davor das irgendwer weiß wer ich bin.
Ich habe Angst davor das man mich als Depp darstellt.
Ich habe Angst davor das man mich auslacht.
Ich habe Angst davor verachtet zu werden.
Ich habe Angst.
Ich habe Angst.
Ich habe....
SCHNITT!


Morgen werde ich mich wieder zu ihnen gesellen, wieder mit ihnen Lachen, wieder neue Dummheiten aushecken.
Und am Wochende treffen wir uns garantiert wieder und haben Spaß.
Und sollten es auch keine wahren Freunde sein, so sind es doch die Menschen mit denen ich Spaß haben kann, mit denen ich die Zeit verbringen kann und die mich in irgendeiner weise akzeptieren.
Zwar mag ich für sie "dieser komische Alternativling" sein, doch das ändert nichts daran das ich dazugehöre.



Doch die Angst bleibt.



Was mein Herz erfreut
Wieder löst eine kleine, unbedeutende Konversation mit Freunden in mir eine Gedankenflut aus.
Ein Freund hat seiner Freundin Donald Duck hefte gekauft und wird ihr jeden Mittwoch eines dieser Hefte schenken und somit ihr Herz mit Freude füllen.

Nun fragte ich mich, was mein Herz den erfreuen könnte?
Was es denn in meinem momentanen Leben gibt das mich wahrhaftig glücklich machen kann.
Was mich ebenso freut wie das Geschenk eines geliebten Menschen.

(Als ich meine Gedanken äußerte wurde ich natürlich mal wieder als "Idiot" beschimpft und mit "ahnungsloser" betitelt...)

Während ich in der nun folgenden Deutsch Stunde halbherzig das Gedicht Zwielicht von Eichendorff interpretierte dachte ich weiter darüber nach.

Obgleich ich viel Lache und mir oft die Zeit mit Blödeleien vertreibe fühle ich mich nur selten wirklich Fröhlich. Diese Freude ist nur sehr oberflächlich und nicht von Dauer.

Doch was ist es nun was mein Herz erfreut?

Ich glaube das Freude und Glück nichts beschreibbares sind, nichts was man in Worten einfangen könnte.
Es erfreut mein Herz wenn mein Hund mich abschleckt, wenn ich spazieren gehen und wenn ich mich an den alten Baum lehne und dem Bach beim fließen zuschaue, wenn ich den Sonnenuntergang betrachte oder bei Nacht Glühwürmchen sehe.
Es freut mich wenn ich Gitarre spiele, wenn ich neue, gute Musik kennen lerne, wenn ich mich mit jemanden unterhalte der mich versteht.

Doch sind diese Freuden mit denen eines Geschenkes gleichzusetzen?
Ich denke nicht, sie sind von einer gänzlich anderen Natur und fühlen sich gänzlich anders an.

Sind sie deswegen schlechter?
Auf keinen Fall!
Diese Freuden machen einen Großteil dessen aus was mein Herz erfüllt.

Doch fürchte ich reicht diese Form von Glück nicht aus um einen Menschen gänzlich glücklich zu machen.
Ich denke, um eine fröhlicher Mensch zu sein muss man entweder sehr einfach gestrickt sein oder ein gesundes Maß an den verschieden Formen des Glücks besitzen.

Zwingt mich das dazu ein unglücklicher Mensch zu sein?

Nein.
Es zwingt mich nur dazu kein vollkommen glücklicher Mensch zu sein.
Solange man die Schönheit der Natur und das was einem Tag für Tag schönes geschieht als Glück empfinden kann, solange ist man nicht unglücklich.

Auch wenn man oft nicht durch den dichten Nebel des Leidens sehen kann, so gibt es doch diese Sachen die einem Tag für Tag ein lächeln schenken.

Zusammenfassend muss ich Festellen das mich diese Gedanken sehr Positiv gestimmt haben. Womit ich noch eine weitere Form des Glückes aufführen kann: Jenes Glück welches man empfindet wenn man etwas aus eigener Kraft vollbracht hat.



Anhang:
Meine Deutschlehrerin war nicht sehr erfreut darüber das ich den ganzen Unterricht über nicht wirklich anwesend war^^



Sonntag, 13. März 2011
Gedankenfetzen II
Das Leben ist ein endloser Fall in eine tiefe Schlucht.

Wir fallen
und fallen
und fallen
und fallen

Mit aller Macht klammern wir uns an irgendwelche Wurzeln Fest die aus der Massiven Felswand ragen.

Doch solch ein Halt kann nicht von Dauer sein.
Irgendwann reißt die Wurzel.

Manch einer schafft es jedoch tatsächlich einen Sicheren halt zu finden!
Nicht länger Bergab zu stürzen!
Und so jemand streckt manchmal die Hand für jemanden aus der sich im Fall befindet.

Und sind wir sicher (gleich ob aus eigener Kraft oder durch Hilfe) so beginnen wir uns umzusehen.
Und wir sehen Menschen die an uns vorbei fallen.
Und wir sehen Menschen die weiter oben ihren sicheren Halt gefunden haben.

Und wir beginnen zu trauern.
Wir haben Mitleid mit den Fallenden.
Auch wollen wir hinauf zu den anderen - zu denen die einen besseren Ort im Leben haben.

Egal ob wir von jemand fallenden wieder in den Stürz gerissen werden, wir bei dem Versuch einen besseren Halt zu finden abrutschen oder von jemanden von unserem Halt gestoßen werden: Am ende fallen wir wieder.

Dieses Spiel wiederholt sich oft.
Und es gibt nur 2 enden.

Entweder schaffen wir es einen halt zu finden der niemals unter unseren Füßen weg bricht

Oder wir fallen für immer einsam in die unendlich tiefe Schlucht des Lebens.



Bis unser Leib nach dem schier endlosen fallen am Boden zerplatzt.



Freude
Heute war wieder so ein Tag an dem nichts so verlief wie ich es mir vorstellte.
Der Kaffee war zu Stark, der Reifen an meinem Fahrrad kaputt und nicht einmal mein Hund wollte von mir gestreichelt werden!

Resignierend setzte ich mich wieder vor meinen Rechner und veröffentlichte einen Eintrag dieser Seite in einem sogenannten social network.
Still und heimlich hegte ich die Hoffnung das irgendwer über mein dortiges Profil stolpert, diesen Eintrag liest und gefallen daran findet.

Das war mein Traum.
Das wäre das Wunder das meine Lebensglut neu entfachen könnte.


Es gibt keine Wunder.
Nur das vorgegebene und die Taten der Menschen.
Alles folgt einem - vielleicht nicht vorherbestimmten - Plan.

So dachte ich.


Und jetzt habe ich so ein lächeln im Gesicht das überhaupt nicht mehr verschwinden will.
Wieso?
Meine leise Hoffnung wurde wahrhaftig erfüllt!

Aber ist das nun wirklich ein Wunder? Oder eben doch nur eine jener taten eines Menschen die zum Determinismus eines andern Menschen beitragen?

Das vermag ich nicht so sagen.

Jedenfalls fühle ich mich Glücklich! Man mag es sich nicht vorstellen können wie ich mich über eine solche Kleinigkeit zu freuen vermag.
Gleich einem Kinde das von seinem Vater gelobt wurde.
Gleich einem Kinde fühle ich mich das etwas Normales noch als Wunder ansehen kann.

Also kann Hoffen, Träumen und Wünschen nicht falsch sein.
Also können Hoffnungen, Träume und Wünsche tatsächlich erfüllt werden!

Und wenn ich weiterhin Hoffe, Träume und Wünsche werde ich Glücklich sein?
DAS ist es was ich mir wünsche!


Dieses Ereignis hat mir einen neuen Traum gegeben (oder ist wie ein Phönix aus der Asche meiner vergangenen Träume aufgestiegen).
Und wenn ich diesen Traum weiter Träume...wird er dann in Erfüllung gehen?

Ich Träume!



Samstag, 12. März 2011
Spaziergang
Heute Nachmittag habe ich für einige Zeit die beklemmende enge meiner 4 Wände verlassen um mich auf einen kleinen Spaziergang zu begeben.
Wie so oft streifte ich durch die mir wohl bekannte Natur die mein Dorf umrahmt.
Und wie ich da so lang schlenderte dachte ich einmal mehr über mich, mein Leben und das Leben das mich umgibt nach.

Lange (vielleicht eine Stunde?) nahm ich kaum etwas wahr und wanderte, tief in Gedanken versunken, über den kleinen Weg am Bach.
Traurig war ich, dachte wieder darüber nach was mein Leben so schlecht macht und dachte es gäbe keinen Weg es zu verbessern.

Dann hörte ich einen Vogel eine Fanfare für den nahenden Frühling pfeifen.
Der Nebel meiner Gedanken zerriss fast augenblicklich und ich sah den Bach, die Wiese, den Himmel und den Vogel.

Und plötzlich musste ich Lachen.

Aus irgendeinem Grund erfüllte mich das Bild das ich sah, der Anblick des Wassers das gemütlich seinem Lauf folgt, der Vogel der von einer Schönen Welt sang, der Klang der Kinder die irgendwo in der nähe spielten.
Ich wäre am liebsten zu dem alten Baum vor mir gestürmt und hätte ihm eine innige Umarmung geschenkt - Die Vernunft hielt mich davon ab.

Ich kann nicht sagen wieso ich von jetz auf gleich so unglaublich Glücklich war, was dieses eigentlich gewöhnliche Szenario in mir auslöste.

Ich freute mich genau jetzt, an diesem Ort zu existieren.

Ich freute mich zu Leben!

All die Sorgen, Ängste, Leiden die ich mein Eigen nannte fielen in diesem Moment in den Bach und wurden fort gespült; ich konnte ihnen nicht sehr lange hinterher schauen.

In diesem einen Moment fühlte ich mich Frei und Lebendig.
Ich wünschte mir das der Vogel niemals aufhörte zu Zwitschern, das die Kinder stets weiter beim spielen Lachen und das all die Natur um mich herum nicht verginge.

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Doch plötzlich hörte der Vogel auf zu Zwitschern und die freundliche Frau Leben brachte mir die Sachen zurück die mir versehentlich in den Bach gefallen waren. Stillschweigend und selbstverständlich nahm ich sie zurück.
Die Sonne die für einen Moment voll Freude ihre Strahlen zu mir hinab sandte wurde von der Wolke des Herrn Alltags bedeckt.
Ich wanderte weiter, versank wieder in meinen Gedanken.

Und still wünschte ich mir das erneut ein Vogel ein solch schönes Lied für mich zwitschern würde.



Sinnlose Existenz
Ich wäre gern ein Strahlender Ritter der seine Prinzessin vor all dem Schmerz und all dem Leid der Welt bewahrt, der sie beschützt, hütet und für sie jeder noch so großen Gefahr ins Auge blickt. Der ihr strahlendes Lächeln Tag für Tag zu bewahren vermag.
Der den Glanz in ihren Augen niemals erlöschen lässt.

Ich will der Held sein dessen Daseinsberechtigung seine Prinzessin ist.

Drachen würde ich mit meiner Lanze erstechen, Räuber mit meinem Schwert erschlagen und wenn es sein muss sogar König erdolchen.

Sie wäre mein Sinn im Leben.

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Doch betrachte ich die Realität so muss ich sehen das es niemanden gibt den ich als Prinzessin erwählen könnte.

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Am Anfang steht ein Traum.
Er ist das Licht am Himmel das einem stets den Weg weißt.

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Kann ich diesen Traum wirklich als Kompass nutzen?
Sollte ich nicht eher von einer Akademischen Ausbildung, einem gutem Beruf oder einem erfüllten Hobby Träumen als von solch surrealen Dingen wie Liebe, Leidenschaft, Zärtlichkeit, Treue, Vertrauen, Aufopferung und tiefer Innigkeit?
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Was sind Liebe, Leidenschaft, Zärtlichkeit, Treue, Vertrauen, Aufopferung und tiefe Innigkeit?
Mein eigener Traum ist für mich ein unlösbares Rätsel.
Ich kann nicht sagen was all diese Dinge bedeuten, wie ich sie erreiche oder wie ich sie mir überhaupt vorstellen muss.
Ich sehne mich nach etwas das ich nicht kenne.

Nach einer Sprache deren Klang ich schon lange verlernt habe.

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Wo soll ich enden?
Mein Traum kann ich mir nicht als Ziel setzten.
Was wird aus mir?
Ich werde mein Abitur machen und dann Studieren. Ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben was ich eigentlich Studieren möchte.

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All mein Leben unter dem Stern eines für mich nicht greifbaren Traumes erscheint mir Sinnlos.

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Ich habe Angst.

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Cogito Ergo Sum?
Bin ich weil ich denke?
Kann das eine Daseinsberechtigung sein?

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Ich habe Angst am ende als ein Mensch dazustehen der nichts vollbracht hat. Zumindest nichts was ihn glücklich machen könnte.
Dazu führt es doch wenn man selbst das Ziel seiner Existenz nicht sieht?

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Ich habe Angst aus den Köpfen und Herzen aller um mich herum zu verschwinden und am Ende allein in der Mondlosen, Wolken verhangen Winternacht des Lebens zu erfrieren.

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Ich Träume davon zu Lieben und meine Geliebte zu schützen, ihr jeden Tag das lächeln zu geben das mir einen Sinn gibt.

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Ich habe Angst mich niemals jemanden öffnen zu können der meine Prinzessin werden könnte.
Ich habe Angst selbst derjenige zu sein der mich aus den Herzen aller verbannt.

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Ich habe Angst das meine Gedanken das Messer sind das mein Band zu meiner Prinzessin durchschneidet bevor ich sie überhaupt Kennenlernen kann.

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Ich habe Angst das mein Existenz Sinnlos war, ist und bleibt.

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Ich habe keine Angst vor dem Tod.
Ich habe Angst davor am Leben zu sein aber nicht gehört und nicht gesehen zu werden.
Ich will nicht Einsam sein.

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Ich Träume davon ein strahlender Ritter zu sein der das Lächeln seiner Prinzessin Tag für Tag zu bewahren vermag, der sie auf dem Rücken seines Glanzvollen Pferdes durch das Leben trägt.
Ich Träume davon zu Lieben, von ganzen Herzen und mit dem Einsatz meines Gesamten Körpers.

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Am Anfang steht ein Traum.
Ich Träume.

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Träume ich?



Wann bin ich daheim...? I
Seit einer (für mich) unendlichen Zeit fühle ich mich nun schon Leer und ausgelaugt.
Jeder Ort den ich besuche erscheint mir langweilig, jeder Mensch erscheint mir gleich, jede Faszination die mir innewohnt scheint zu einem uninteressanten teil meiner Persönlichkeit geworden zu sein, all die Sachen mit denen ich mir selbst beweisen konnte das ich auf dem richtigen Pfad über den Steilen Berg des Alltags wandere sind längst zur Gewohnheit geworden.
Und ich...ich erscheine mir selbst nur noch als ein ausgestopftes Tier.

Kurzum würde ich sagen: Ich habe das Gefühl das nichts von alldem was ich täglich erlebe eine Rolle spielt oder in irgend einer weise von Bedeutung wäre.

Woher kommt dieses Gefühl der elenden Leere, habe ich mich eine längere zeit gefragt.
Ich glaube die Antwort gefunden zu haben:

Es gibt KEINEN Ort den ich Zuhause nennen würde.

Ein Zuhause ist mehr als der Ort an den man jeden Tag zurückkehrt, mehr als der Ort an dem man die Nacht verbringt.

Oder?

Ein Zuhause ist doch ein Ort an dem man sich geborgen fühlt, an dem alle Ängste sich wie Blütenstaub im Wind verlieren, an dem alle Lasten des Tages von einem Abfallen, an dem etwas ist das die Leere in einem füllt und die Wunden versorgt, an dem man seinen erschöpften Leib mit neuer Energie füllen kann.
Ein Ort an dem man sich wohl fühlen kann.
Und dabei möchte ich ein Zuhause nicht auf ein Gebäude beschränken, nein, denn ein Zuhause kann quasi in jeder nur vorstellbaren Gestalt existieren.
Es kann ein kleiner Felsen an einem moosigen Bachlauf oder der Platz in den Kronen einer alten, kräftigen Eiche sein. Doch ebenso gut kann es auch der Schoß eines Geliebten Menschen oder die heiteren Worte seiner Freunde sein. Oder eben ganz klassisch die eigenen vier Wände.
Ich stelle nur eine Bedingung an ein Zuhause:
-> Es muss dieses eine, unbeschreibliche Gefühl in einem auslösen dort zu sein wo man hingehört. Das Gefühl Daheim zu sein.

Das ist ein Ort den vermutlich die meisten Menschen besitzen.
Doch was ist wenn einem eine solche Tankstelle der Lebenskraft fehlt?

Der Geist wird von Tag zu Tag schwächer während der Körper auch nach und nach in sich zusammen sackt. Im Kopf drehen nur noch unbegründete Ängste ihre immer gleichen Bahnen und ein ordnen seines Gedankenguts ist überhaupt nicht mehr möglich.
Und nachdem das erste Licht eines neuen Morgens einen weckt stellt man sich immer die gleiche frage:
Wo bin ich?

Doch das schrecklichste an allem ist diese unsäglich schmerzende Leere im Herzen. Ich kann nicht beschreiben wie es sich anfühlt...eben einfach Leer. Als wäre da NICHTS in meiner Brust.

Ich kann nicht sagen wie es dazu kam das ich mein Zuhause verlor oder was es war. Ich kann jedoch sicher sein das ich einst eine besessen haben muss, sonst hätte ich doch bereits vor langer Zeit das Handtuch geworfen.

Das einzige das ich im Moment mit Bestimmtheit sagen kann ist:
Ich habe etwas verloren!
Etwas fehlt mir!
Nirgends bin ich Daheim!

Und eine Frage tritt seit dieser Erkenntnis mit zunehmender Stetigkeit in den Vordergrund meines Denkens.
Wann bin ich daheim?

Bitte sag mir einer,
WANN BIN ICH DAHEIM?



Samstag, 12. März 2011
Gedankenfetzen I
Wenn
ICH
DICH
töten würde,

Dann wäre
ICH
derjenige der,
DIR

In deiner letzten Stunde am nächsten stünde.



Wäre das nicht Romantisch?



Wohlan denn!
Heureka, i've got it!

Nach langem hin und her habe ich mich nun letztlich doch dazu entschlossen einen Blog zu veröffentlichen.


Welchen Sinn soll das haben?

Ehrlich gesagt, ich weiß es selbst nicht so genau. Mir fehlte lediglich ein Medium mit dem ich all das was mich beschäftigt abarbeiten kann.
Zu beginn schwirrten mir Gedanken nach Tagebüchern oder dergleichen durch den Kopf - aber wäre das nicht viel zu Langweilig?
Viellicht schaffe ich es ja über diesen Blog jemanden auf mich aufmerksam zu machen der mich Versteht, der meine Gedanken nachvollziehen kann und der meine Gefühle mitempfinden kann.
Das hoffe ich zumindest.


Wie wird es Aufgebaut sein?

Dieser Punkt ist schnell abgehakt: Wie ich es Gerade möchte!
Allgemein wird sich hier alles um mein Leben drehen; allerdings ein wenig verschwommen durch Übertreibungen und Metaphern. Also seit gewarnt: Auch wann alles hier einen Persönlichen Bezug haben wird sollte man nicht jedes Wort für bare Münze nehmen.
Ich profiliere mich nun mal gern ein wenig.


Wer bin ich?

Wohl ein interessanter Punkt für jemanden den dieser Blog wirklich interessiert.
Aber zu viel zu verraten würde doch auch das Interpretieren meiner Texte langweilig machen - oder?
Soviel sei gesagt: Ich bin ein 19 Jähriger Gymnasiast der Vater Tod und Mutter Leben Tag für Tag erneut die Stirn bietet.
Den Rest denn es über mich zu wissen gibt wird man wohl nach dem Lesen einiger Blog Einträge wissen.

Aber eigentlich...
...eigentlich bin ich ein Stinknormaler, langweiliger Mensch.